Allgemeine Geschäftsbedingungen
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die Betreuungsleistungen, die über diese Website gebucht werden können.
§ 1 Geltungsbereich und Anbieterin
(1) Diese AGB gelten für alle Betreuungsverträge zwischen Florida Hasani, Legienstraße 3, 51063 Köln-Mülheim (nachfolgend „Anbieterin“), und ihren Kundinnen und Kunden (nachfolgend „Auftraggeber“), die über diese Website oder im Anschluss an eine über diese Website gestellte Anfrage geschlossen werden.
(2) Auftraggeber können ausschließlich volljährige, erziehungsberechtigte oder von den Erziehungsberechtigten bevollmächtigte Personen sein.
(3) Abweichende Bedingungen des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, die Anbieterin stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
§ 2 Leistungsbeschreibung
(1) Die Anbieterin erbringt Leistungen der Kinderbetreuung. Diese umfassen insbesondere die Beaufsichtigung, Beschäftigung und altersgerechte Begleitung der betreuten Kinder sowie die Unterstützung bei Mahlzeiten und alltäglichen Abläufen nach Absprache mit den Erziehungsberechtigten.
(2) Die Betreuung kann stundenweise oder als Paket über mehrere Stunden oder Tage gebucht werden. Der genaue Umfang und die vereinbarten Zeiten ergeben sich aus der jeweiligen Buchung.
(3) Die Betreuung findet nach Vereinbarung entweder im Haushalt des Auftraggebers oder bei der Anbieterin statt. Die Adresse des Betreuungsortes wird bei der Buchung individuell vereinbart.
(4) Die Leistungen werden persönlich von der Anbieterin erbracht. Eine Vertretung durch Dritte erfolgt nur nach vorheriger Absprache mit dem Auftraggeber.
(5) Nicht Gegenstand des Vertrags sind pädagogische Förderleistungen im Sinne einer Kindertageseinrichtung, Nachhilfe, Pflegeleistungen im medizinischen Sinn sowie Haushaltstätigkeiten, die über die unmittelbar mit der Betreuung zusammenhängenden Aufgaben hinausgehen.
§ 3 Zustandekommen des Vertrags
(1) Die Darstellung des Betreuungsangebots auf dieser Website stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Buchungsanfrage.
(2) Mit dem Absenden des ausgefüllten Buchungsformulars gibt der Auftraggeber ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Betreuungsvertrags für den gewählten Termin ab.
(3) Bei der Onlinebuchung kommt der Vertrag mit erfolgreicher vollständiger Zahlung und der damit verbundenen Bestätigung der Buchung im System zustande. Die Bestätigung ist über den geschützten Buchungsstatus abrufbar. Eine gesonderte Annahmeerklärung per E-Mail ist nicht erforderlich; die Bestätigungs-E-Mail dokumentiert den Abschluss. Ein Versand- oder Empfangsfehler der E-Mail hebt eine bereits bestätigte Buchung nicht auf. Ist der Termin bei der Zahlungsprüfung bereits anderweitig vergeben oder wurde die Buchung zuvor wirksam zurückgenommen oder widerrufen, wird sie nicht erneut bestätigt; ein gegebenenfalls eingegangener Betrag wird gesondert geklärt und erstattet, soweit er nicht geschuldet ist.
(4) Vor der Bestätigung besteht kein Anspruch auf Annahme einer Buchungsanfrage. Nach Vertragsschluss gelten für Absagen die gesetzlichen Rechte und § 8 dieser Bedingungen. Wird Betreuung individuell per E-Mail oder Telefon vereinbart, werden Umfang, Termin, Preis und Annahme ausdrücklich persönlich abgestimmt; die bloße Kontaktaufnahme begründet keinen Vertrag.
(5) Die geltenden Bedingungen können vor der Buchung abgerufen und gespeichert werden. Buchungsdaten und Widerrufsbelehrung werden mit der Bestätigungs-E-Mail übermittelt. Ein gesonderter Abruf des historischen vollständigen Vertragstextes über die Website wird nicht angeboten. Vertragssprache ist Deutsch; die englische Fassung dient der Information.
§ 4 Preise
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung auf der Buchungsseite ausgewiesenen Preise der Preistabelle (Stundensätze und Paketpreise).
(2) Die Anbieterin ist Kleinunternehmerin im Sinne des § 19 UStG. Es wird daher keine Umsatzsteuer berechnet und in Rechnungen nicht ausgewiesen. Alle angegebenen Preise sind Endpreise.
(3) Mindestbuchungsdauer: Die Mindestbuchungsdauer beträgt zwei Stunden pro Einsatz. Wird die Betreuung kürzer in Anspruch genommen, werden zwei Stunden berechnet.
(4) Wochenenden und Feiertage: An Samstagen, Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen (maßgeblich sind die gesetzlichen Feiertage in Nordrhein-Westfalen) gilt ganztägig der Abendsatz von 45 € pro Stunde anstelle des Tagsatzes. Der Zuschlag gilt auch für Tages- und Mehrtagespakete: Der Halbtag kostet an diesen Tagen 210 € statt 140 €, der Ganztag 405 € statt 270 € und der Lange Tag 485 € statt 350 €. Fällt bei einem Mehrtagespaket (3-Tage-Paket, Wochenpaket) ein gebuchter Tag auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, wird für diesen Tag zusätzlich die Differenz zwischen dem Ganztags-Normalpreis und dem Ganztags-Wochenendpreis (135 €) berechnet.
(5) Geschwisterkinder: Für jedes weitere gleichzeitig betreute Kind derselben Familie erhöht sich die Vergütung um 15 € pro Stunde bzw. um 50 € pro Tages- oder Mehrtagespaket.
(6) Verlängert sich die Betreuung auf Wunsch des Auftraggebers über die gebuchte Zeit hinaus, wird die zusätzliche Zeit nach dem geltenden Stundensatz anteilig berechnet; angefangene Viertelstunden werden aufgerundet.
§ 5 Zahlungsbedingungen
(1) Die Vergütung einschließlich etwaiger Zuschläge nach § 4 ist bei der Buchung vollständig im Voraus zu zahlen. Anzahlungen oder Teilzahlungen sind nicht vorgesehen.
(2) Die Zahlung erfolgt online über die auf der Buchungsseite angebotenen Zahlungsarten Stripe oder PayPal. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den jeweiligen Zahlungsdienstleister zu dessen Bedingungen. Zahlungsdaten werden unmittelbar dort verarbeitet (siehe Datenschutzerklärung).
(3) Vor erfolgreicher Zahlung und Buchungsbestätigung besteht nur eine vorläufige Reservierung. Diese endet automatisch 60 Minuten nach Anlage der unbezahlten Anfrage, ohne dass eine weitere Mitteilung erforderlich ist. Ein Zahlungsstart ist nur innerhalb des auf der Website angegebenen Zahlungsfensters möglich. Nach erfolgreicher Bestätigung gilt § 3 Abs. 3.
(4) Zusätzlich angefallene Betreuungszeit nach § 4 Abs. 6 wird nach dem Termin in Rechnung gestellt und ist innerhalb von sieben Tagen ab Rechnungsdatum zur Zahlung fällig.
§ 6 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbraucherinnen und Verbrauchern (§ 13 BGB) steht bei Betreuungsverträgen, die über diese Website oder sonst ausschließlich unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln (z. B. E-Mail oder Telefon) geschlossen werden, ein gesetzliches Widerrufsrecht nach Maßgabe der folgenden Widerrufsbelehrung zu.
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses, jedoch nicht vor ordnungsgemäßer Information über das Widerrufsrecht. Der Tag des Fristbeginns wird nicht mitgezählt; die Frist endet mit Ablauf des vierzehnten Folgetages. Fällt ihr letzter Tag auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag am maßgeblichen Erklärungs- oder Leistungsort, endet sie mit Ablauf des nächsten Werktags.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Florida Hasani, Legienstraße 3, 51063 Köln-Mülheim, Telefon: +49 1578 5110135, E-Mail: willkommen@floridahasani.com) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Sie können Ihr Widerrufsrecht auch online über die Schaltfläche „Vertrag widerrufen“ ausüben, die auf jeder Seite dieser Website im Fußbereich verfügbar ist. Wenn Sie diese Online-Funktion nutzen, übermitteln wir Ihnen auf einem dauerhaften Datenträger (z. B. durch eine E-Mail) unverzüglich eine Eingangsbestätigung mit Informationen zum Inhalt der Widerrufserklärung sowie dem Datum und der Uhrzeit ihres Eingangs.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts
Ihr Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn wir die Dienstleistung vollständig erbracht haben und Sie vor Beginn der Erbringung ausdrücklich zugestimmt haben, dass wir mit der Erbringung der Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen, und Sie Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Ihr Widerrufsrecht mit vollständiger Vertragserfüllung durch uns erlischt.
— Ende der Widerrufsbelehrung —
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
- An Florida Hasani, Legienstraße 3, 51063 Köln-Mülheim, E-Mail: willkommen@floridahasani.com:
- Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung: …
- Bestellt am (*)/erhalten am (*): …
- Name des/der Verbraucher(s): …
- Anschrift des/der Verbraucher(s): …
- Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier): …
- Datum: …
(*) Unzutreffendes streichen.
Zustimmung zum vorzeitigen Beginn der Betreuung
(2) Vor einem tatsächlichen Betreuungsbeginn innerhalb der Widerrufsfrist muss der Auftraggeber ausdrücklich verlangen, dass die Betreuung bereits beginnen soll, und bestätigen, dass er das Erlöschen des Widerrufsrechts bei vollständiger Vertragserfüllung kennt. Im Buchungsvorgang wird dies bei entsprechend kurzfristigen Terminen abgefragt. Vor der Betreuung wird anhand des tatsächlichen Vertragsschlusses geprüft, ob eine erforderliche Erklärung vorliegt; fehlt sie, muss sie vor einem vorzeitigen Beginn persönlich geklärt werden. Der bloße Ablauf der geplanten Betreuungszeit beweist weder die Erbringung noch das Erlöschen des Widerrufsrechts.
(3) Wertersatz bei einem Widerruf setzt die Voraussetzungen des § 357a Abs. 2 BGB voraus, insbesondere den ausdrücklichen Wunsch nach vorzeitigem Beginn und ordnungsgemäße Information. Er wird nur für tatsächlich bis zum Widerruf erbrachte Leistungen im Verhältnis zum vereinbarten Gesamtumfang berechnet. Geplante Zeiträume oder ein technischer Buchungsstatus allein reichen dafür nicht. Fehlende oder streitige Nachweise werden persönlich geprüft; die Entgegennahme der Widerrufserklärung bleibt davon unberührt.
Die Online-Widerrufsfunktion und die Erfassung des vorzeitigen Beginns sind vorhanden. Die Wirksamkeit einer Erklärung hängt nicht vom anschließenden E-Mail-Versand ab. Eine erforderliche Eingangsbestätigung ist unverzüglich auf einem dauerhaften Datenträger zu übermitteln; ausstehende oder unklare Versandaufträge werden persönlich geprüft. Eine bloße SMTP-Annahme beweist keinen Postfacheingang.
§ 7 Stornierung durch den Auftraggeber
(1) Gebuchte Termine können jederzeit per E-Mail oder über die Widerrufs- und Stornierungsfunktion der Website abgesagt werden. Maßgeblich ist der Zugang der Erklärung, bezogen auf den vereinbarten Betreuungsbeginn. Zwingende gesetzliche Rechte, insbesondere Widerrufs- und Kündigungsrechte, bleiben unberührt.
(2) Stundenweise Buchungen und eintägige Pakete können mehr als 48 Stunden vor Betreuungsbeginn kostenfrei abgesagt werden. Bereits gezahlte Beträge werden dann vollständig erstattet.
(3) Mehrtagespakete können mehr als sieben Tage vor Beginn des ersten Betreuungstages kostenfrei abgesagt werden. Bereits gezahlte Beträge werden dann vollständig erstattet.
(4) In anderen Fällen wird ein möglicher Vergütungs- oder Ausfallanspruch im Einzelfall nach den gesetzlichen Voraussetzungen geprüft und nachvollziehbar begründet. Ersparte Aufwendungen und anzurechnender anderweitiger Verdienst werden abgezogen. Dem Auftraggeber bleibt der Nachweis offen, dass kein oder ein geringerer Anspruch besteht. Ein pauschaler Betrag wird nicht allein aufgrund des Zeitpunkts der Absage automatisch einbehalten. Statt einer Absage kann einvernehmlich ein Ersatztermin vereinbart werden.
(5) Erstattungen erfolgen über denselben Zahlungsweg, über den gezahlt wurde, in der Regel innerhalb von vierzehn Tagen. Gesetzliche Erstattungsfristen werden durch eine Prüfung nicht verlängert.
(6) Bei einem wirksamen gesetzlichen Widerruf richten sich die Folgen ausschließlich nach § 6; eine zusätzliche Ausfallentschädigung wegen Stornierung fällt dann nicht an.
(7) Eine noch unbezahlte und nicht verbindlich bestätigte Buchungsanfrage kann kostenfrei zurückgenommen werden. Der Eingang der Erklärung bleibt unabhängig von der anschließenden Zahlungs- oder E-Mail-Bearbeitung wirksam.
§ 8 Absage durch die Anbieterin, Erkrankung
(1) Kann die Anbieterin einen Termin aus Krankheitsgründen oder aus anderen von ihr nicht zu vertretenden Gründen nicht wahrnehmen, informiert sie den Auftraggeber unverzüglich. Bereits gezahlte Beträge werden in diesem Fall vollständig erstattet oder auf Wunsch auf einen Ersatztermin angerechnet. Weitergehende Ansprüche des Auftraggebers, insbesondere auf Ersatz der Kosten einer anderweitigen Betreuung, bestehen nur im Rahmen von § 11 dieser Bedingungen.
(2) Erkrankt das zu betreuende Kind, ist der Auftraggeber verpflichtet, die Anbieterin unverzüglich zu informieren. Bei ansteckenden Erkrankungen — insbesondere bei Fieber, Erbrechen, Durchfall oder einer meldepflichtigen Erkrankung nach dem Infektionsschutzgesetz — kann die Betreuung nicht stattfinden. Für die Absage eines Termins wegen Erkrankung des Kindes gelten die Stornobedingungen nach § 7.
(3) Erkrankt ein Kind während der Betreuung oder zeigt es Krankheitssymptome, informiert die Anbieterin den Auftraggeber umgehend. Der Auftraggeber ist verpflichtet, während der Betreuung erreichbar zu sein und das Kind in einem solchen Fall zeitnah abzuholen oder abholen zu lassen. Bereits angefangene Betreuungszeit wird in diesem Fall berechnet.
§ 9 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
Der Auftraggeber verpflichtet sich,
- vor Betreuungsbeginn alle für eine sichere Betreuung wesentlichen Informationen mitzuteilen, insbesondere zu Allergien, Unverträglichkeiten, chronischen Erkrankungen, erforderlichen Medikamenten sowie zu besonderen Bedürfnissen des Kindes,
- mindestens einen erreichbaren Notfallkontakt zu benennen und während der Betreuungszeit selbst telefonisch erreichbar zu sein,
- mitzuteilen, welche Personen zur Abholung des Kindes berechtigt sind,
- eine sichere Betreuungsumgebung bereitzustellen sowie benötigte Gegenstände, Nahrung und Wechselkleidung zur Verfügung zu stellen,
- das Kind pünktlich zum vereinbarten Betreuungsbeginn zu übergeben und zum vereinbarten Ende wieder zu übernehmen.
Die Verabreichung von Medikamenten erfolgt ausschließlich auf Grundlage einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung mit genauer Angabe von Präparat, Dosierung und Zeitpunkt.
§ 10 Aufsichtspflicht
(1) Die Aufsichtspflicht über das Kind geht mit der tatsächlichen Übergabe zu Betreuungsbeginn auf die Anbieterin über und endet mit der Rückgabe des Kindes an den Auftraggeber oder an eine von ihm benannte abholberechtigte Person.
(2) Der Umfang der Aufsicht richtet sich nach Alter, Entwicklungsstand und Eigenart des Kindes sowie nach den jeweiligen Umständen. Ausflüge, Fahrten im Auto, Schwimmbadbesuche und vergleichbare Unternehmungen finden nur nach vorheriger Absprache statt.
§ 11 Haftung und Versicherung
(1) Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertrauen darf, ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(3) Für Schäden, die das betreute Kind bei Dritten verursacht, haftet die Anbieterin nur bei schuldhafter Verletzung ihrer Aufsichtspflicht.
(4) Für mitgebrachte Wertgegenstände gelten die Haftungsregeln der Absätze 1 und 2.
§ 12 Höhere Gewalt
Kann die Betreuung aufgrund von Umständen, die keine der Vertragsparteien zu vertreten hat (insbesondere Naturereignisse, behördliche Anordnungen oder Epidemien), nicht stattfinden, werden beide Parteien von ihren Leistungspflichten frei. Bereits gezahlte Beträge werden erstattet; weitergehende Ansprüche bestehen nicht.
§ 13 Datenschutz und Vertraulichkeit
(1) Die Verarbeitung personenbezogener Daten richtet sich nach der Datenschutzerklärung dieser Website.
(2) Die Anbieterin behandelt alle ihr im Rahmen der Betreuung bekannt gewordenen persönlichen und familiären Verhältnisse vertraulich. Fotos oder Videos des Kindes werden nur mit ausdrücklicher vorheriger Einwilligung der Erziehungsberechtigten angefertigt und keinesfalls ohne gesonderte Einwilligung veröffentlicht.
§ 14 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem der Auftraggeber seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt.
(2) Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform.
(3) Die Anbieterin ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
(4) Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften (§ 306 BGB).
Stand: 1. November 2026.